Artikel-Schlagworte: „Reaktionszeit“

Im dritten Teil geht es nun um die Reaktionszeit und die Kalibrierung eines Monitors für die Bildbearbeitung. Um es gleich vorwegzunehmen, die Reaktionszeit (also die Zeit, die das Panel benötigt für den Wechsel eines Pixels von einer Farbe zu einer Anderen) ist nur sekundär wichtig. Da bei der Bildbearbeitung in der Regel nicht mit schnellen Bildfolgen zu rechnen ist, spielt die Reaktionszeit nur eine untergeordnete Rolle. Anders sieht dies bei der Videobearbeitung aus oder bei Spielen. Da sich bei einem Video bzw. Film die Farben und Helligkeiten eines Pixels sehr schnell ändern, kann es bei einem “langsamen” Monitor zu Schlieren kommen. Bei Film und Video sollten man einen Monitor wählen der min. eine Reaktionszeit von 5-6 ms hat. Bei der reinen Bildbearbeitung kann es ruhig etwas mehr sein (8-12 ms).

Am wichtigsten ist die Kalibrierung eines Monitors. Ob diese soft- oder hardwaremäßig erfolgt ist nicht ganz so wichtig und auch eine Frages des Geldbeutels. Monitore mit Hardwarekalibration kosten mit unter fast das Doppelte als ein Monitor ohne diese Einrichtung. Es gibt verschiedene Anbieter von Kalibrationswerkzeugen (siehe Liste am Ende des Artikels).

Was versteht man aber nun überhaupt unter Kalibrierung? Ich möchte hier nicht zu sehr ins Detail gehen, dazu gibt es im Internet genug Fachliteratur zu lesen. Einfach ausgedrückt ist es das exakte Einstellen der Helligkeit, des Kontrastes und der Farbwerte eines Monitors für die korrkte Darstellung der Fotos. Im einfachsten Fall kann das Auge als Messgerät dienen und ein Grau-Balken – also ein Balken mt Abstufungen von weis nach schwarz. Die Grauwerte sollten von den benachbarten Grauwerten sichtbar unterscheidbar sein und ohne Farbverfälschungen, also keinen Farbstich enthalten.

Graubalken in

korrekte Darstellung wenn jeder Grau-Balken vom benachbarten unterscheidbar ist

Graubalken-hell in

Monitor ist zu hell eingestellt

Graubalken-dunkel in

Monitor ist zu dunkel eingestellt

Graubalken-kontrast in

Der Kontrast ist zu hoch eingestellt

Messgeräte können dies aber noch genauer Beurteilen. Ein solches Messgerät nennt man Kolorimeter. Das Kolorimeter wird direkt auf den Bildschirm angebracht und eine Software “spielt” dem Messgerät definierte Farben und Abstufungen vor. Das Kolorimeter misst diese angezeigten Werte und errechnet danach die genauen Werte, welche in einem sogenannten Monitorprofil abgespeichert werden.

Anbieter von Kalibrierungswerkzeugen:

Im (voraussichtlich) letzten Teil geht es dann um Weißabgleich, Gammakurve und Farbraum.

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