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Gestern sah es am Morgen gar nicht so aus, als würde die Wolken- bzw. Nebeldecke noch irgendwann aufreißen wollen. Doch nach und nach kam etwas Blau am Himmel hervor und weit über dem südöstlichen Horizont ließ sich die Sonne erahnen. Der sehr feuchte Nebel und die Minusgrade ließen an den Kronen der Bäume relativ schnell, fast zum zusehen, den Reif um die Zweige und Äste legen. Je mehr die Sonne aus dem Nebel hervorkam, strahlte sie die Baumwipfel an und die weißen Zweige hoben sich leuchtend vom blauen Himmel ab. Ich habe in diesem Jahr zwar schon 100e Winterfotos gemacht, aber nach einer so langen Wolkenzeit hatte mich der Winter mit Sonne wieder in seinen Bann gezogen. Ich haderte eine Weile mit mir, ob ich mir noch mal die Kamera schnappe und “Winterfotos” mache oder nicht. Auf der einen Seite hatte ich schon eine Menge im Kasten, auf der anderen Seite gefiel mir aber die tiefstehende Sonne und der Reif an den Ästen und Zwegen. Ach was solls, eine kleine Runde kann nicht schaden, frische Luft tut ja auch mal gut.

Winter-bach-baum-pano in Also die Kamera geschnappt und raus. Nicht weit von hier ist ein kleines Wäldchen, bei dem sich Unmegen Efeu um die Baumstämme gewickelt hat. Das sieht zu jeder Jahreszeit herrlich aus, macht es aber schwer, dies zu fotografieren. Das kommt daher, dass das viele Efeu den dichten Wald sehr dunkel macht, durch die lichten Baumkronen aber sehr viel Licht fällt. Sind die Bäume gut belichtet strahlt der Himmel zu hell durch, wird also überbelichtet, ist der Himmel und die Baumkronen gut zu sehen, sind die Baumstämme unterbelichtet. Selbst mit einem Grauverlaufsfilter ist es noch schwer, dies einzufangen.

Auf dem Weg dorthin habe ich verschiedene Motive festgehalten wie Spuren im Schnee, Schattenspiele auf dem zugefrorenen Bachlauf, Macros vom Reif auf den Zweigen usw. Ich habe etwas mit der Linienführung im Bildaufbau rum gespielt. Ab und zu bin ich stehen geblieben und habe mir die Umgebung angesehen und alles auf mich wirken lassen. Als ich an einem Baum nach oben sah, dachte ich mir, das ist doch mal ein Panorama im Hochformat wert. Nach ein paar Testbelichtungen (unten dunkel, oben hell) habe ich die richtigen Einstellungen gefunden und nebenstehenden Baum mit Bachlauf aufgenommen. Das Bild besteht aus 10 Einzelaufnahmen im Querformat. Selbst mit einem 16mm Weitwinkel bekommt man diesen Baum nicht vom Fuß bis zur Krone auf ein Bild. Jedes Einzelbild wurde mit 35mm Brennweite aufgenommen, um die Objektivverzerrung so gering wie möglich zu halten.

Am Rechner fand dann jedes Bild über Lightroom seinen Weg zu Autopano und wurde dort gestitcht – also zu einem Panorama im Hochformat zusammen gesetzt. Das Endergebnis könnt Ihr hier sehen. Für mich hat es Lust auf Mehr gemacht – halt Panos mal andersrum.

Hier ein paar Impressionen vom Ausflug ins Elbsandsteingebirge. Artikel dazu gab es hier unter: Panorama Elbsandsteingebirge

Bei herrlichem Sommerwetter ging es am Wochenende für zwei Tage in die Sächsische Schweiz – genauer gesagt in das Elbsandsteingebirge. Bei 30 Grad und mehr gehen viele ins Bad oder in den Pool, wir gingen wandern. Die Orte Königstein, Bad Schandau und Schmilka, direkt an der Elbe gelegen, mögen einigen bekannt sein. Wer den Nationalpark Sächsische Schweiz kennt, wird wissen, wieviel Sehenswertes und Interessantes es dort zu entdecken gibt. Dies bewiesen auch die zahlreichen Urlauber, Touristen und Kletterer, welche aus allen Teilen der Republik und aus dem Ausland vertreten waren.

Das Wetter war an den beiden Tagen wirklich fantastisch, wenn auch am Sonntag etwas zu warm zum Wandern. Neben zahlreichen anderen Fotos, habe ich auch mehrere Panoramen erstellt. Eins davon möchte ich hier mal gern zeigen . Zur Verwendung kam die Software AutoPano, mit der schon die Gigapixelprojekte vom Yosemite Nationalpark, Paris u.a. erstellt wurden. Ein wirklich sehr gutes Stitchingprogramm, welches selbst Ungenauigkeiten beim Fotografieren sehr großzügig toleriert.

Das Panorama besteht aus insgesamt 20 Einzelaufnahmen (ohne Stativ!) mit einem 24mm Objektiv (Hochformat) und zeigt einen Blick- bzw. Bildwinkel von ca. 340 Grad mal 70 Grad. Zu sehen sind die sogenannten Schrammsteine zwischen Schmilka und Bad Schandau rechts neben der Elbe. Die Abmessungen des Original-Panoramas betragen ganze 26637 Pixel mal 6868 Pixel. Würde man dieses Panorama in 300 dpi ausdrucken, dann erhält man eine Leinwand in der Größe von 225 cm mal 58 cm. Solch ein großes Bild kann man sich aber nur aus einiger Entfernung ansehen und es sollten auch 200 dpi beim Ausdruck genügen. Mit diesem Wert ausgedruckt, erhielte man sogar ein Bild mit den Abmessungen von 338 cm mal 87 cm.

305 320x84 Schrammsteine-1200pix in

In dem oben gezeigten Panorama habe ich mal ein rotes Viereck eingezeichnet und hier ist dieser Ausschnitt in Originalgröße:

306 320x240 Schrammsteine-ausschnitt in

Andere Fotos werde ich in den nächsten Tagen noch in die Gelerie stellen und auf einige auch etwas näher eingehen. Wie immer bin ich für Kommentare, Anmerkungen und Kritiken offen – also freue ich mich auf Eure Hinterlassenschaften.

Nun sind auch die Bilder in der Galerie zu sehen: Foto-Galerie -> Elbsandsteingebirge

Seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit dem Westen der USA, da eine Fotoreise dort hin geplant ist. Auf der Suche nach Informationen über die verschiedensten Nationalparks (Grand-Canyon, Yosemite Nationalpark, Zion, Lake Powel, Bryce Canyon usw.) bin ich auf das Yosmite 17 Gigapixel Projekt gestoßen. Der New Yorker Fotograf Gerard Maynard hat vom 30. Mai bis 5 Juni 2008 mehrere Superpanoramen aus diesem Nationalpark erstellt. Das zur Zeit größte Panorama weltweit ist ganze 17 Gigapixel groß. (Weltweit hat sich inzwischen schon erledigt, das ist jetzt schon 20 Gigapixel groß und zeigt eine Stadtaufnahme von Paris.)

252 320x240 Yosmite-nationalpark in

17 Gigapixel, das sind 214414 x 80571 Pixel, oder – mit einer 10 Megapixel-Kamera aufgenommen – über 1700 Bilder aneinandergefügt. Gerard Maynard hat dafür über 2000 Aufnahmen gemacht (wegen der Überlappungen) und das Bild mit der Software Autopano zusammengefügt. Das ganze Bild ist 96,5 GigaByte groß. Würde man es mit einer Auflösung von 300 dpi ausdrucken, dann erhält man ein Bild mit einer Abmessung von 18m x 6,8m – riesig. Da man aber ein solch großes Bild nur aus einiger Entfernung betrachten kann, würden aber auch nur 72 dpi im Ausdruck ausreichen. Dann aber erhielte man sogar ein Bild mit einer Kantenlänge von 75 Metern – gigantisch.

Hier geht es zu dem Projekt: www.yosemite-17-gigapixels.com