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Tag 5 (Horse Shoe Bend, Antelope Canyon, Bryce Canyon)
Wie schon hinter “Tag 5″ in der Klammer zu erkennen, stand heute eine ganze Menge auf dem Programm. Gestern am Grand Canyon haben wir sehr viel Zeit verbracht, uns von der Landschaft beeindrucken zu lassen und alles was wir sahen, aufzusaugen. Eigentlich war an dem Tag auch noch der Horse Shoe Bend geplant, aber uns wurde schnell klar – das schaffen wir nicht mehr. Obwohl auf der Strecke nach Page gelegen, war es schon dunkel als wir dort ankamen – also alles am heutigen Tag. Wir sind wieder früh aus den Federn und auf zum Colorado River, der an dieser Stelle den bekannten Bogen schlug. Blauer Himmel, die Sonne schien. Ich glaube eine halbe Meile mussten wir noch zu Fuß und dann dieser Anblick. Einfach gigantisch.
Auch hier zeigte sich wieder, ich konnte mir das Wetter auf Grund von Zeitmangel nicht aussuchen. Zu klar war der Himmel, die Sonne schien sehr kräftig und hell. Der Dynamikumfang war einfach zu groß. Ich habe versucht mit Belichtungsreihen und später dann über HDR-Techniken bessere Ergebnisse hinzubekommen – Fehlanzeige. Hier darf die Sonne nicht oder nur sehr wenig durch eine Wolkendecke scheinen. Beeindruckend zu sehen – fotografisch an diesem Tag sehr problematisch.
Wir bleiben noch in Page und fahren zum Antelope Canyon. Bekannt von vielen Fotos waren wir gespannt wie dieses Stück Landschaft aussieht. Dort angekommen wurde die Spannung immer größer. Es gab nämlich nichts zu sehen außer flache Ebene und ein paar Hügel. Wo soll hier was sein? Also ein paar anderen Touristen hinterher. Hmm, Felsspalte nach unten, Leiter. Also gut – runter. Wahnsinn.
Das Rot, die Strukturen im Sandstein, das Licht – es ist der Hammer. Die “Felsspalte” ist bis zu 10 m hoch und oben offen. Dadurch scheint die Sonne in die Spalte, bringt das Gestein zum “leuchten” welches wiederum den roten Schein bis nach unten reflektiert. Um die Mittagszeit gelangt der Sonnenschein bis nach unten und die Lichtspiele werden immer interessanter. Leider nicht für uns – wir müssen weiter, obwohl Page noch einiges mehr zu bieten hat (Lake Powel, Staudamm, Rainbowbridge uvm.). Page finde ich persönlich auch einen idealen Ausgangsort, um von dort Touren zu planen und abends wieder dort hin zurück zu kehren.
Vor uns liegen aber noch etwa 180 Meilen (knapp 300 km) bis zum Bryce Canyon und ansehen wollten wir uns diesen ja auch noch. Kurz vor dem Bryce Canyon überraschte uns noch der Red Canyon mit seinen Red Rocks. Darauf waren wir gar nicht gefasst. Am Ende einer Straßenkurve und einer kleinen Tunneldurchfahrt standen wir auf einmal vor diesem Anblick.
Also wieder raus aus dem Auto und in den felsigen Bergen rumgekraxelt. Dieses rote Gestein war schon faszinierend.
Aber die Uhr läuft unaufhörlich weiter. Tick tack, tick tack, tick tack. Bryce Canyon wir kommen. Es wurde spät und wir haben gar nicht erst das Hotel aufgesucht. Auf den Parkplatz und schnell den Wanderweg hinauf zum Rand des Canyon. Und wieder Gänsehautfeeling. Die beeindruckende Schönheit in der Abendsonne – einfach nur gigantisch.
Kaputt und erledigt fuhren wir ins Hotel, Tagebuch schreiben, Bilder sichern, schlafen…






