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Heute nun der 2. Teil des Reiseberichtes Westen der USA.
Tag 3 (Fahrt nach Flagstaff)
Von Laughlin ging es dann am 3. Tag weiter auf der Route 66 in Richtung Flagstaff. Wieder haben wir einige schöne verlassene – aber auch bewohnte – Ortschaften gesehen, wie z.B. Seligman. Fotos davon waren schon im Artikel von gestern mit reingerutscht. Vor Flagstaff ging es erst einmal in Richtung Süden nach Sedona. Eine wunderschöne Stadt umgeben von vielen Felsen und Felsformationen. Einige Felsen tragen Namen nach ihrem Aussehen, so u.a. Hasenohren, Pyramide, Kaffekanne usw. Das Gestein war sehr rot und in der Abendsonne sah dies noch extremer aus.
Mit der Dunkelheit waren wir dann in Flagstaff und bereiteten uns seelisch und moralisch auf den nächsten Tag vor – Reseziel Page am Lake Powel vorbei am Grand Canyon.
Tag 4 (Grand Canyon)
Also am nächsten Tag wieder früh raus, der Grand Canyon ist riesig und wir hatten uns einiges vorgenommen. Die Autofahrt war wieder üblich – ewig lange Straßen, verlassene Häuser, weite Ebenen und in der Ferne Gebirge.
Am Eingang des Grand Canyon hieß es erst einmal Eintritt bezahlen. Pro Auto 25 Dollar oder 80 Dollar für alle US-Nationalparks und das ein ganzes Jahr lang. Vier Nationalparks wollten wir besuchen – macht 100 Dollar einzeln, also die 80 Dollar bezahlt. Leider können wir kein ganzes Jahr bleiben
. Bis zum eigentlichen Canyon war es dann noch ein Stück zu fahren. Auf einem Parkplatz raus, zum Rand des Canyon gelaufen und – baff. Da waren wir erst einmal platt. Man kann das nicht in Worte fassen wie überwältigt wir waren. Die Größe, die Ausmaße, die Weite, die Farben, die Tiefe, das Gigantische – einfach unbeschreiblich. Man kannte den Canyon zwar schon aus dem Fernsehen und Fotos, aber die Gewaltigkeit kann man darin gar nicht so richtig zum Ausdruck bringen. Das musste ich auch auf meinen eigenen Fotos sehen. Jeder Blick auf den Kameramonitor ließ mich fast verzweifeln, wie bekomme ich nur das Gigantische umgesetzt. Es geht nicht. Sonst hätten es andere Filmer und Fotografen schon geschafft und wir wären nicht so überwältigt gewesen von der realen Schönheit dieser Landschafft.
Fast wäre der Tag noch für mich ein Desaster geworden. Ein Tourist fragte mich, ob ich nicht mal ein Foto mit seiner Familie machen könne. Das war natürlich kein Problem und ich suchte einen guten Standpunkt. Beim Bücken fiel mir dann leider mein 24-105mm aus der Jacke, knallte auf einen Felsen und puzelte einige weitere Felsbrocken entlang weiter nach unten. Zum Glück kam es dann zum liegen. Bloß gut – nichts weiter passiert. Nicht mal eine Schramme. Da saß der Schreck tief. Aber es war auch meine eigene Schuld. Den Fotorucksack hatte ich ja mit, beim Objektivwechsel war ich nur zu faul, jedes Mal Rucksack auf, Objektiv raus, anderes Objektiv rein, Rucksack zu. So steckte ich das Objektiv nur in die Jackentasche, das ging schneller. Habe ich danach aber nicht mehr gemacht.
Am Grand Canyon ist mir das erste Mal bewusst geworden, wie wenig Zeit wir eigentlich haben. Jeden Tag sitzt man ca. 4-6 Stunden im Auto, um die einzelnen Ziele zu erreichen und dazwischen bleiben einem nur ungefähr die selbe Zeit, um sich die Sehenswürdigkeiten anzusehen. Da hat man keine Zeit, sich verschiedene Lichtstimmungen auszusuchen (Morgensonne, Abendsonne) oder Wetterbedingungen festzuhalten (Sonne, Nebel, Wolken, Regen). Ich musste mit dem Vorlieb nehmen, was gerade war.
So, Morgen dann die nächsten Zeilen und Bilder.
Nun wieder in der Heimat angekommen, möchte ich eine kleine Serie zum (Foto)-Urlaub in den USA schreiben. Rückblickend auf die ganze Reise war sie der Hammer. So viele Eindrücke in den zurückliegenden 14 Tagen müssen nun erst einmal verarbeitet werden. Hier mal kurz ein paar Daten:
- Reiseziel: Westen der USA
- was wollten wir sehen: Grand Canyon, Horseshoe Bend, Antelope Canyon, Bryce Canyon, Zion Nationalpark, Hover Staudamm, Yosemite Nationalpark, Highway No. 1
- folgende größere Städte lagen auf der Reiseroute: Los Angeles, Las Vegas, San Francisco
- gefahrene Kilometer: ca. 4200
- gelaufene Kilometer: ca. 80
- gemachte Fotos: ca. 5000
Da ich den GPS-Logger mit hatte, ist es ein Leichtes, die gefahrene (und gelaufene) Route über Google-Earth noch einmal Revue passieren zu lassen. Und so sah unsere Tour aus: (wie immer auf das Bild klicken, um es zu vergrößern)
Aber nun der Reihe nach und ein paar Eindrücke der ersten beiden Tage:
Tag 1 (Hinflug):
Wir sind von Berlin-Tegel abgeflogen. Da ich meine Fotoausrüstung auch wieder mit nach Hause bringen wollte ohne sie zu versteuern, erst einmal zum Zoll und ein Schreiben geben lassen, in dem alle Teile aufgelistet sind mit Bezeichnung und Seriennummer. Die Zöllner meinten besser man hat gleich die Kopien der Rechnungen mit dabei, hatte ich aber nicht. Wenn es nur eine Kamera ist und vielleicht 2-3 Objektive, mag das nicht so dramatisch sein, aber ich hatte doch schon etwas mehr mit und wollte sicher sein, dass ich alles wieder mit nach Deutschland “einführen” darf. Erlaubt waren im Handgepäck 12 kg, mein Fotorucksack hatte etwas über 14 kg – aber daran hat sich niemand gestört. Beim Checkin (auf jedem Flughafen) musste ich natürlich alles auspacken, dann wurde es durchleuchtet und ich konnte alles wieder einpacken. Das war etwas nervig aber zu ertragen.
Danach ging es nach Paris, umsteigen und weiter nach LA. In LA angekommen zur Autovermietstation, Auto in Empfang genommen und ab ins erste Hotel. Geschafft – fast 13 Stunden Flug in den Knochen. Dort die erste Reiseroute nach Laughlin angesehen, kleiner Spaziergang und in die Kiste.
Tag 2 (Fahrt nach Laughlin)
Trotz Urlaub sind wir fast jeden Tag früh morgens gegen 7:00 Uhr aufgestanden – wir wollten ja etwas erleben, viel sehen und hatten bei unserem Programm eine Menge Kilometer zu schruppen. Also raus aus LA und da waren sie schon, die bekannten endlos laaangen geraden Highways. Am Anfang ist das noch faszinierend und man kommt voran (bei erlaubten 75 Meilen/Stunde = 120 km/h) aber mit der Zeit wird es ziehmlich ermüdend. Nach einer ganzen Zeit auf dem Highway durch die Mohave Wüste war ein Abzweig zur historischen Route-66 ausgeschildert. Also auf die Route-66. Hier kann man zwar nicht so schnell fahren, aber es gibt viel zu sehen. Viele verlassene kleine Ortschaften, verlassene Tankstellen, Souveniershops mit Route-66 Krimskrams.
Jetzt weiß ich endlich auch, warum ein Großteil der Amerikaner an UFOs glaubt. Ich glaube, wir haben auch eins gesehen
Am Abend waren wir dann in Laughlin am Colorado River angekommen. Dann begann unsere tägliche Fleißarbeit, die sich immer ca. 1 Stunde hinzog: Datensicherung (alle Fotos der Speicherkarten auf den Laptop überspielen und zur Sicherheit noch einmal auf den ImageTank – also eine mobile Festplatte mit Monitor) und Tagebuch schreiben.
So das war es erst einmal für heute, morgen dann eine Fortsetzung und weitere Fotos.
In drei Wochen ist es mal wieder soweit – es geht auf eine Fotoreise (incl. Urlaub). Und da heißt es mal wieder, sich Gedanken zu machen über die mitzunehmende Fotoausrüstung. Ich weiß im Groben und Ganzen etwa was mich erwarten wird und ich weiß, was ich fototografieren möchte. Aber bei einer ca. 4000 km langen Reise durch den Westen der USA werden mit Sicherheit unvorhersehbare Sachen passieren. Kurzum es muss fast alles mit. Für die Flugreise werde ich meinen großen Fotorucksack packen. Dieser wird dann so aussehen.
Zwei Bodys (5DMKII und als Ersatz die 5D), drei Zommobjektive (16-35mm, 24-105mm und 100-400mm) sowie zwei Festbrennweiten (50mm und 85mm). Zu allen Objektiven natürlich die entsprechenden Streulichtblenden oder wie man sie auch immer nennt (Sonnenblende, Gegenlichtblenden usw.). Ohne diese fotografiere ich nie. Weiterhin müssen auf jeden Fall die Filter mit (Polfilter, Grauverlauffilter, Graufilter) und das Blitzlicht, sowie Fernauslöser und ganz wichtig das Stativ. Den 1,4 und 2,0 Kenko-Konverter werde ich auch einstecken.
Ist das nicht ein bißchen schwer? Ja – ca. 17 Kilo. Aber den großen Rucksack werde ich nicht ständig mit mir rumschleppen, dafür muss ein Kleiner herhalten oder die Fototasche, welche auch noch mit müssen.
Was ist noch wichtig? Jede Menge Speicher. Bei den beiden Vollformatkameras kommen eine ganze Menge Daten zusammen. Wenn dann der Speicher nicht ausreicht und man steht gerade in der Pampa dann hilft nur noch löschen oder nicht mehr fotografieren. Beides sehr schlechte Kompromisse. Für die schnelle Datensicherung werde ich einen Imagetank mit nehmen, der hat 250 GByte und natürlich den Laptop. Weiterhin werde ich auch noch einige DVDs mitnehmen, auf denen auch noch eine Datensicherung gemacht wird. Nichts ist schlimmer, als schöne Fotos “im Sack” zu haben, und dann feststellen zu müssen, dass durch fehlende Sicherungen diese im Nirvana verschwunden sind.
Akkus und Netzteile! Alle elektronischen Geräte benötigen ihren Saft um arbeiten zu können. Also genug mitnehmen, für alles. Und natürlich auch die Netzteile, um diese zu laden. In den Staaten sind andere Stromanschlüsse, also gehören auch Adapter dazu. Nun werde ich aber nicht 5 Adapter mitnehmen sondern nur zwei und einen deutschen Mehrfachverteiler. Ich hasse diesen ganzen verschiedenen Netzteile und den ganzen Kabelsalat. (USB-Kabel nicht vergessen).
Was noch? Achja – der GPS-Tagger oder Geo-Logger. So kann man sich bei so einer langen Reise einige Schreiberei sparen. Der Geologger scheibt die Positionen mit und diese können dann ganz einfach mittels Software den Bildern zugeordnet werden. Dann noch Putztücher für die Linsen bzw. Blasebalg und Pinsel für die Sensoren.
Das war erst einmal der Inhalt der Fototasche(n) bzw. Rucksack. Bekleidung für alle möglichen Wettersituationen kommt natürlich auch nch dazu.
Ich gebe zu, das ist schon eine ganze Menge. Was nehmt Ihr mit auf eine Fotoreise und was darf bei Euch gar nicht fehlen – außer Kamera? Ich freue mich wie immer auf Eure Antworten.
Kalibrierung von der Aufnahme bis zum Druck
Heute der letzte Teil der dreiteiligen Serie Kalibrierung. Mit Hilfe des Spyder3Print möchte ich Euch nun die Druckerkalibrierung vorstellen.
Druckerkalibrierung mit dem Spyder3Print
Druckerkalibrierung – braucht man das? Um es kurz zu machen – nicht jeder. Ich selbst bin mir da auch sehr unschlüssig gewesen. Als ich jedoch meine erste eigene Ausstellung vorbereitete war mir klar, dass ich die Bilder gern selbst ausdrucken möchte, um alles unter Kontrolle zu haben – eben von der Aufnahme bis zum Druck.
Ich habe einen Epson Stylus Photo R2880, ein Tintenstrahldrucker im A3+ Format welcher mit 8 Farben druckt. Auf Grund der durch Epson mitgelieferten Farbprofile für diesen Drucker und von Epson angebotene Papiere war ich allerdings mit den Druckergebnissen sehr zufrieden. Allerdings haben diese Farbprofile auch ihre Grenzen, wenn man z.B. auf Finartprint-Papieren anderer Hersteller drucken möchte. Wenn dann auf Farbverbindlichkeikeit und Farbgenauigkeit sehr hoher Wert gelegt wird, kommt man an einer Kalibrierung des Druckers nicht vorbei. In Druckereien, Werbeagenturen und anderen grafischen Dienstleistern gehört ein Druckerkalibrierungsgerät (Colorimeter) zur Standardausrüstung, bei Fotografen, die nur ab und zu mal einen Ausdruck benötigen nicht unbedingt.
Der hier vorgestellte SpyderPrint ist eine Leihgabe von DataColor, für die ich mich herzlich bedanken möchte. Im Lieferumfang befindet sich wie auf dem Bild zu erkennen ein USB-Kabel, eine Führungshilfe und der eigentliche Meßkopf.
Weiterhin noch eine Kurzanleitung und die Software-CD. Wie erfolgt nun die Kalibrierung? Als erstes ist natürlich die mitgelieferte Software zu installieren, welche wieder für Mac und Windows vorliegt. Nach dem anschließen des Colorimeters an den Rechner werden die notwendigen Treiber installiert, das Gerät erkannt und das Programm kann gestartet werden. Danach werden in einigen Menüs wieder ein paar Angaben zum Drucker und verwendeten Papier erwartet. Sind diese Angaben alle eingetragen hat man die Auswahl zwischen mehreren verschiedenen Farbmessfeldern, welche gedruckt werden können.
Für einen ersten Test, habe ich mich für das obere Testchart entschieden, gedruckt auf Epson Premium Glossy.
Nach dem Druck sollte die Farbe eine halbe Stunde trocknen. Bei Laserdruckern ist dies nicht nötig, da die Ausdrucke bereits trocken aus dem Drucker kommen. Also heißt es erst einmal eine halbe Stunde warten. Wärend dieser Zeit habe ich mir mal die Hilfe bzw. FAQs angesehen. Hier muss ich sagen, dass diese absolut nicht auf der Höhe der Zeit sind. Einfachste HTML-Dateien und optisch nicht gerade ein Leckerbissen fürs Auge. Ich denke, hier sollte DataColor noch etwas nachbessern. Allerdings findet man alles, was man zur Druckerkalibrierung wissen sollte, und das ist ja auch das Wichtigste.
Nach dem Trocknen ging es dann los. Mit einem Klick auf den <weiter>-Button erscheint auf dem Bildschirm das gerade ausgedruckte Testchart mit den 225 Farbfeldern. Zuerst wird man aufgefordert, den Colorimeter auf weiß zu eichen – einfach in den Ständer legen und Klick auf die Spitze – fertig.
Die auf dem Bildschirm angezeigten einzelnen Farbfelder sieht man diagonal geteilt – links oben die Vorgabefarbe und rechts unten die gemessene Farbe. Weiterhin sind die Felder in der Horizontalen mit Buchstaben und in der Vertikalen mit Zahlen gekennzeichnet. Nun wird der Meßkopf auf das erste Feld (A, 1) positioniert und auf den Kopf gedrückt. Dies funktioniert ähnlich wie bei einer Maus. Mit jedem Klick wird der Tonwert gemessen und auf dem Bildschirm springt ein rotes Dreieck zum nächsten Feld, welches gemessen werden muss.
Die Führungsschine habe ich nicht verwendet. Nachdem alle Messungen durchgeführt worden sind, wird aus den gewonnenen Daten ein Farbprofil erstellt und es kann unter einem frei definierbaren Namen abgespeichert werden. Zur Kontrolle bietet das Programm ein Bild an, auf welchem viele Licht- und Farbsituationen zu finden sind. Dieses kann ausgedruckt werden und dann mit der Bildschirmanzeige verglichen werden. Für einen reellen Vergleich sollte zuvor natürlich auch der Monitor kalibriert sein.
Ich hätte gern einen direkten Vergleich der beiden Darstellungen hier mit abgebildet aber das gelingt mir leider nicht. Wenn ich den Bildschirm abfotografiere und das Druckergebnis, werden die Resultate zu unterschiedlich. Dies liegt daran, dass Papier Licht reflektiert und ein Monitor Licht aussendet. Sehe ich mir aber den Ausdruck und die Monitorvorgabe an, ist es schon verblüffend, wie genau die Kalibrierung ausfällt.
Mein Fazit:
Benötigt man Farbgenauigkeiten und Farbverbindlichkeiten, kommt man an einer Kalibrierung aller am Prozess beteiligten Darstellungsgeräte nicht umhin. Am Wichtigsten sehe ich die Monitorkalibrierung für den ambitionierten oder professionellen Fotografen. Die Druckerkalibrierung ist für denjenigen wichtig, der seine Werke selbst ausdruckt und auch hier die volle (Farb-)Kontrolle haben möchte. Die mitgelieferten Farbprofile der Druckerhersteller gelten im allgemeinen nur für die vom Hersteller angebotenen Papiere. Möchte man jedoch auf anderen Papieren drucken, welche andere Weißtöne haben, andere Beschichtungen, anderes Farbaufsaugverhalten usw., ist man auch auf andere Farbprofile bzw. Druckprofile angewiesen. Einige Papierhersteller bieten diese bereits an aber ein Großteil nicht.
Ob sich die Investition in einen Druckerkalibrator lohnt, muss natürlich jeder für sich entscheiden. Ich drucke (noch) nicht so sehr viel selbst und wenn, dann auf Epsonpapieren. Dafür habe ich die entsprechenden Farbprofile von Epson bereits.
Falls noch Fragen sind, wieder wie immer einfach melden. Ich hoffe, die Serie hat einen kleinen Einblick gegeben.
Heute nun der zweite Teil von “Monitor für Bildbearbeitung” mit dem Thema Helligkeit und Kontrast.
Ein wichtiges Kriterium für die Bildqualität ist das Kontrastverhältnis. Es beschreibt den Helligkeitsunterschied zwischen weißen und schwarzen Bildpunkten. Kann der Monitor einen weißen Bildpunkt z.B. 500 mal heller darstellen als einen schwarzen, spricht man von einem Kontrastverhältnis von 500:1. Auch hier kann man Herstellerangaben nicht auf die Goldwaage legen, doch generell gilt: Je höher desto besser. Im Schnäppchenbereich gilt mittlerweile 500 bis 700:1 als Standard. In solchen Bildschirmen steckt fast immer ein TN-Display. VA- und IPS-Bildschirme erreichen teilweise ein Kontrastverhältnis von 1000:1 oder mehr. Die Messverfahren der Hersteller unterscheiden sich zu gunsten der Werbung sehr deutlich. Oft werden hier nicht der Schwarzwert im eingeschalteten Zustand gemessen sondern mit ausgeschaltem Monitor. Dies ist natürlich unrealistisch, ergibt aber “bessere” Kontrastverhältnisse. Hier sollte man also vorsichtig sein, wenn es um Werte geht wie 20.000:1 oder noch höher. Kontrastwerte für einen Monitor zur Bildbearbetung um die 850:1 und höher sind vollkommen ausreichend.
Die Helligkeit wird in Candela pro Quadratmeter angegeben (cd/m²). So ziehmlich alle TFT-Monitore erreichen Helligkeiten zwischen 200 und 300 cd/m² und reichen für die Bildbearbeitung aus. Auf Grund dessen kann der Wert bei der Monitorsuche vernachlässigt werden. Wichtiger ist die Helligkeitverteilung, welche aber wieder vom verwendeten Panel abhängig ist. Bei sehr preiswerten TN-Panels macht sich dies schon allein beim Betrachten bemerkbar in dem die Helligkeit rein visuell am unteren Bildschrmarand am stärksten ist und nach oben und zur Seite mitunter sehr schnell abfällt. Dies sieht etwa so aus (stark übertrieben).
Ändert man den Betrachtungswinkel bzw. seine Position zum Monitor, scheint die hellste Fläche “mitzuwandern”. Diese Werte bzw. Tabellen dazu findet man aber kaum in einem Datenblatt, höchstens in einigen Testberichten. Ist man am Kauf eines Monitors interessiert, dann bleiben einem nur zwei Wege: 1. Testberichte im Internet googeln und/oder 2. den Monitor im Fachgeschäft begutachten.
Im nächsten Artikel geht es dann um die Reaktionszeit und die Kalibrierung eines Monitors.
Mit dem Thema “Monitor für die Bildbearbeitung” möchte ich eine kleine Serie starten, die sich damit auseinander setzt, welche Eigenschaften ein Monitor haben sollte, um erfolgreich Bilder am Monitor bearbeiten zu können. Folgende Beiträge dazu sind geplant:
- Panel-Technologie
- Helligkeit und Helligkeitsverteilung
- Kontrastverhältnis
- Reaktionszeiten
- Kalibrierung
- Gammakurve
- Weißabgleich
- Farbraum
Wer (semi-)professionell seine Bilder am Computer nachbearbeitet und ein farbverbindliches Ergebnis am Monitor betrachten möchte, ist auf einen entspechend hochwertigen Monitor angewiesen. Doch was macht einen hochwertigien Monitor aus? Wer am Laptop seine Bilder betrachtet oder an einem preiswerten Flachbildschirm sitzt wird es sicherlich schon einmal bemerkt haben, sobald man den Betrachtungswinkel ändert, verändern sich die Farben des Bildes. Sie werden je nach Betrachtungswinkel blasser, heller oder dunkler so wie auf den folgenden Bildern zu sehen.
Schwenkt man den Blink auf den Monitor nach links oder rechts werden die Bilder blasser, von unten auf den Monitor gesehen wird das Bild dunkler und von oben heller. Dies ist abhängig von der eingesetzten Panel-Technologie des Monitors. (Panel nennt man die eigentliche Anzeigefläche.)
Hier taucht schon die erste Frage auf – TFT oder LCD? Aber das ist eigentlich gar keine Frage. Mit LCD werden generell Flüssigkristall-Anzeigen bezeichnet – also auch die Anzeigen von Armbanduhren, Taschenrechnern bis hin zu Großbildleinwänden. TFT (Dünnschichttransisitoren) ist eine Untergruppe der LCD-Technik und nahezu alle Monitore arbeiten mit dieser Technik. Allerdings gibt es innerhalb der TFT-Technik unterschiedliche Display-Typen. Diese bezeichnet man als TN, MVA, PVA oder IPS-Panels.
In den meisten Laptops und preiswerten Monitoren sind die sogenannten TN-Panels verbaut. Diese sind preiswert herzustellen, haben kurze Reaktionszeiten aber eben auch die o.g. “Anzeigeprobleme”. In den Prospekten wird häufig mit den Reaktionszeiten, dem Kontrastverhältnis oder den Helligkeitswerten geworben, Informationen zum verbauten Panel findet man dagegen nur nach intensivem Studium der Datenblätter oder häufig auch gar nicht.
TN-Panels
haben eine gute allgemeine Performance mit einer sehr gute Reaktionszeit sowie einen niedrigem Energieverbrauch. Durch die extrem schnelle Reaktionszeit ist dieser Paneltyp vor allem für Spieler und Videofilmer interessant. Aber auch durch seine guten allgemeinen Eigenschaften ist es ein Display für jedermann.
MVA- und PVA-Panels
sind kompliziert aufgebaut und hergestellt. Diese Technik besticht momentan durch den besten Kontrast und einen sehr guten Blickwinkel. Bei diesem Typ ist sogar ein Blickwinkel von 178/178 Grad möglich und keine Seltenheit. Auch die Reaktionszeit zwischen schwarz und weiss ist gut, aber bei den anderen Farben dauert es länger. Daher ist das Einsatzgebiet etwas für Grafiker und Fotografen als für Spieler und Videobearbeitung.
IPS- und S-IPS-Panels
bieten einen guten Kontrast, eine präzise Graustufen-Auflösung und einen großen darstellbaren Farbraum. Der S-IPS ist eine Weiterentwicklung vom IPS und bietet sogar eine sehr gute Reaktionszeit.
Ein guter Anhaltspunkt bei den Werbeaussagen ist also der Betrachtungswinkel. Wird hier ein Wert von etwa 178° angegeben, ist mit Sicherheit auch ein Panel verbaut, welches nicht in der TN-Technik hergestellt wurde. Ein weiterer Unterschied ist der Preis.
Weitere Daten, worauf man beim Kauf eines Monitors für die Bildbearbeitung achten sollte, sind Kriterien wie Helligkeit, Helligkeitsverteilung, Kontrastverhältnis und Anschlüsse, dazu werde ich in den nächsten Artikeln eingehen. Warum die Reaktionszeit bei der reinen Bildbearbeitung eine untergeordnete Rolle spiel, wird auch Thema in einem der nächsten Artikel sein.
Canon hat der noch recht jungen EOS 5D Mark II eine neue Firmware spendiert. Diese wird hier zum Download angeboten.
Mit dieser neuen Version reagierte Canon auf viele Anfragen und Hinweise von Kunden, welche die beschränkten manuellen Möglichkeiten der Full-HD Videofunktionen bemängelten. Nach dem Firmware-Update sind folgende Einstellungen für die Video-Aufzeichnung möglich:
- manuelle Blendenwahl
- manuelle ISO-Wahl: Auto, 100-6.400 und H1 (12.800)
- manueller Verschlusszeitenbereich: 1/30–1/4.000 Sekunde
Beim Update bitte die angegebenen Hinweise auf der Downloadseite berücksichtigen.
Am Pfingstwochenende richten in jedem Jahr der Carnevalsclub Neußen, die Schützengilde Belgern und das Blasorchester Belgern das Pfingsfest aus. Mit vielen Programmeinlagen, Tanz, Disco usw. ist es bei den Besuchern eine immer wieder gern besuchte Veranstaltung an den vier Tagen von Freitag bis Montag. Einer der Höherpunkte ist das alljährlich stattfindende Feuerwerk am Freitag um Punkt 22:00 Uhr.
In diesem Jahr hatte ich mir fest vorgenommen, dieses einmal zu fotografieren, weil es bei den Besuchern immer wieder gern gesehen und mit viel Applaus gefeiert wird. Also die Fotoausrüstung ins Auto gepackt. Viel benötigt man ja nicht – Kamera, Stativ und Fernauslöser. (siehe auch meinen ersten Artikel dazu).
Nur der Wind war diesmal nicht so berechenbar. Mit Blick vom Kamerastandpunkt zum Feuerwerk hatte ich diesen genau im Rücken. Also eigentlich ideale Bedingungen. Wenn der Wind von der Seite kommt, hat man bei den langen Belichtungszeiten und dem Nachglühen der Feuerwerkskörper nicht so schön anzusehende Leuchtspuren auf den Bildern. Weiterhin sind auch extreme “Rauchfahnen” zu sehen, die von nachfolgenden Raketen angeleuchtet werden. Als das Feuerwerk allerdings los ging, merkte ich schnell, das die Windrichtung nur am Boden im Rücken war, in den oberen Luftschichten änderte er seine Richtung und kam genau von der Seite – so wie auf diesem Foto gut zu sehen.
Aber zum Wechsel des Kamerastandpunktes war es nun zu spät. Etwa 200 Mal habe ich den Auslöser an der Fernbedienung betätigt und eine Auswahl von ca. 10% in die Galerie gestellt.
Freue mich wie immer über Kommentare von Euch und wünsche noch allen Lesern frohe Pfingsten 2009.
Dank Brückentag, zwischen Männertag und Wochenende, vier Tage hintereinander frei. Kurz entschlossen ging es am Donnerstag mit der Family nach Spindlermühle ins Riesengebirge (Tschechien). Ein Hotel war schnell gefunden, da Spindlermühle als Wintersportort bekannter ist, gab es viele freie Zimmer.
Am Freitag war eine Wanderung zur Elbequelle geplant. Als es los ging, schien noch etwas die Sonne aber es zogen schon die ersten dicken Wolken auf. Bei solch einem Wetter ist Regenbekleidung ein Muß, aber auch die Fotoausrüstung sollte gut verpackt sein. Auf dem Hinweg zur Elbequelle ging es entlang der Elbe bis zur Labská Bouda bis auf 1340m. (Dort verlor ich leider mein GPS-Empfänger, wer ihn gefunden hat, bitte mal bei mir melden – danke.)
Frisch gestärkt mit Gulasch und Knödel wanderten wir bei strömenden Regen weiter bis zur Quelle. Kurz darauf hörte der Regen auf und von Richtung Polen her wurde es klar und die Sonne kam wieder raus. Das war ein beeindruckendes Lichtspiel.
Langzeitaufnahmen von fließenden Gewässern bei diffusem Licht – also ohne direkte Sonneneinstrahlung – ergeben besonders weiche und stimmungsvolle Bilder ohne Schatten.
Am Samstag schien schon am frühen Morgen die Sonne, der Himmel war strahlend blau und es zogen kleine Wölkchen vorüber – eigentlich ideales Postkartenwetter, aber die wollte ich ja nicht machen. Vormittag hatten wir in einem Kletterpark etwas Action und am Nachmittag fuhren wir mit dem Sessellift zum Svatý Petr.
Einige Bilder der Tour findet Ihr wie immer in der Galerie, viel Spaß beim Ansehen.
Nun geht es wieder mal in die weite Welt – Richtung Asien, nach Thailand. Ein wunderschönes Land – sowohl landschaftlich als auch der Menschen. Nicht umsonst heißt es auch “das Land des Lächelns”. Ich war schon ein paar mal da und es wird mit Sicherheit jetzt auch nicht das letzte Mal sein.
Die Koffer sind gepackt, die Fotoausrüstung (hoffentlich) komplett und es kann los gehen. Ich werde versuchen, jeden Tag hier im Blog etwas aktuelles zu schreiben – ein Internetcafe ist gleich um die Ecke. Aber bis dahin liegen zuerst 12 Stunden Flug und dann noch einmal 2-3 Stunden mit dem Auto vor mir.
Zur Einstimmung schon mal ein paar Bilder aus vergangenen Aufenthalten.







