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Heute nun der 2. Teil des Reiseberichtes Westen der USA.
Tag 3 (Fahrt nach Flagstaff)
Von Laughlin ging es dann am 3. Tag weiter auf der Route 66 in Richtung Flagstaff. Wieder haben wir einige schöne verlassene – aber auch bewohnte – Ortschaften gesehen, wie z.B. Seligman. Fotos davon waren schon im Artikel von gestern mit reingerutscht. Vor Flagstaff ging es erst einmal in Richtung Süden nach Sedona. Eine wunderschöne Stadt umgeben von vielen Felsen und Felsformationen. Einige Felsen tragen Namen nach ihrem Aussehen, so u.a. Hasenohren, Pyramide, Kaffekanne usw. Das Gestein war sehr rot und in der Abendsonne sah dies noch extremer aus.
Mit der Dunkelheit waren wir dann in Flagstaff und bereiteten uns seelisch und moralisch auf den nächsten Tag vor – Reseziel Page am Lake Powel vorbei am Grand Canyon.
Tag 4 (Grand Canyon)
Also am nächsten Tag wieder früh raus, der Grand Canyon ist riesig und wir hatten uns einiges vorgenommen. Die Autofahrt war wieder üblich – ewig lange Straßen, verlassene Häuser, weite Ebenen und in der Ferne Gebirge.
Am Eingang des Grand Canyon hieß es erst einmal Eintritt bezahlen. Pro Auto 25 Dollar oder 80 Dollar für alle US-Nationalparks und das ein ganzes Jahr lang. Vier Nationalparks wollten wir besuchen – macht 100 Dollar einzeln, also die 80 Dollar bezahlt. Leider können wir kein ganzes Jahr bleiben
. Bis zum eigentlichen Canyon war es dann noch ein Stück zu fahren. Auf einem Parkplatz raus, zum Rand des Canyon gelaufen und – baff. Da waren wir erst einmal platt. Man kann das nicht in Worte fassen wie überwältigt wir waren. Die Größe, die Ausmaße, die Weite, die Farben, die Tiefe, das Gigantische – einfach unbeschreiblich. Man kannte den Canyon zwar schon aus dem Fernsehen und Fotos, aber die Gewaltigkeit kann man darin gar nicht so richtig zum Ausdruck bringen. Das musste ich auch auf meinen eigenen Fotos sehen. Jeder Blick auf den Kameramonitor ließ mich fast verzweifeln, wie bekomme ich nur das Gigantische umgesetzt. Es geht nicht. Sonst hätten es andere Filmer und Fotografen schon geschafft und wir wären nicht so überwältigt gewesen von der realen Schönheit dieser Landschafft.
Fast wäre der Tag noch für mich ein Desaster geworden. Ein Tourist fragte mich, ob ich nicht mal ein Foto mit seiner Familie machen könne. Das war natürlich kein Problem und ich suchte einen guten Standpunkt. Beim Bücken fiel mir dann leider mein 24-105mm aus der Jacke, knallte auf einen Felsen und puzelte einige weitere Felsbrocken entlang weiter nach unten. Zum Glück kam es dann zum liegen. Bloß gut – nichts weiter passiert. Nicht mal eine Schramme. Da saß der Schreck tief. Aber es war auch meine eigene Schuld. Den Fotorucksack hatte ich ja mit, beim Objektivwechsel war ich nur zu faul, jedes Mal Rucksack auf, Objektiv raus, anderes Objektiv rein, Rucksack zu. So steckte ich das Objektiv nur in die Jackentasche, das ging schneller. Habe ich danach aber nicht mehr gemacht.
Am Grand Canyon ist mir das erste Mal bewusst geworden, wie wenig Zeit wir eigentlich haben. Jeden Tag sitzt man ca. 4-6 Stunden im Auto, um die einzelnen Ziele zu erreichen und dazwischen bleiben einem nur ungefähr die selbe Zeit, um sich die Sehenswürdigkeiten anzusehen. Da hat man keine Zeit, sich verschiedene Lichtstimmungen auszusuchen (Morgensonne, Abendsonne) oder Wetterbedingungen festzuhalten (Sonne, Nebel, Wolken, Regen). Ich musste mit dem Vorlieb nehmen, was gerade war.
So, Morgen dann die nächsten Zeilen und Bilder.






