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Kalibrierung von der Aufnahme bis zum Druck

Heute der letzte Teil der dreiteiligen Serie Kalibrierung. Mit Hilfe des Spyder3Print möchte ich Euch nun die Druckerkalibrierung vorstellen.

Druckerkalibrierung mit dem Spyder3Print

Druckerkalibrierung – braucht man das? Um es kurz zu machen – nicht jeder. Ich selbst bin mir da auch sehr unschlüssig gewesen. Als ich jedoch meine erste eigene Ausstellung vorbereitete war mir klar, dass ich die Bilder gern selbst ausdrucken möchte, um alles unter Kontrolle zu haben – eben von der Aufnahme bis zum Druck.

Ich habe einen Epson Stylus Photo R2880, ein Tintenstrahldrucker im A3+ Format welcher mit 8 Farben druckt. Auf Grund der durch Epson mitgelieferten Farbprofile für diesen Drucker und von Epson angebotene Papiere war ich allerdings mit den Druckergebnissen sehr zufrieden. Allerdings haben diese Farbprofile auch ihre Grenzen, wenn man z.B. auf Finartprint-Papieren anderer Hersteller drucken möchte. Wenn dann auf Farbverbindlichkeikeit und Farbgenauigkeit sehr hoher Wert gelegt wird, kommt man an einer Kalibrierung des Druckers nicht vorbei. In Druckereien, Werbeagenturen und anderen grafischen Dienstleistern gehört ein Druckerkalibrierungsgerät (Colorimeter) zur Standardausrüstung, bei Fotografen, die nur ab und zu mal einen Ausdruck benötigen nicht unbedingt.
Der hier vorgestellte SpyderPrint ist eine Leihgabe von DataColor, für die ich mich herzlich bedanken möchte. Im Lieferumfang befindet sich wie auf dem Bild zu erkennen ein USB-Kabel, eine Führungshilfe und der eigentliche Meßkopf.

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Weiterhin noch eine Kurzanleitung und die Software-CD. Wie erfolgt nun die Kalibrierung? Als erstes ist natürlich die mitgelieferte Software zu installieren, welche wieder für Mac und Windows vorliegt. Nach dem anschließen des Colorimeters an den Rechner werden die notwendigen Treiber installiert, das Gerät erkannt und das Programm kann gestartet werden. Danach werden in einigen Menüs wieder ein paar Angaben zum Drucker und verwendeten Papier erwartet. Sind diese Angaben alle eingetragen hat man die Auswahl zwischen mehreren verschiedenen Farbmessfeldern, welche gedruckt werden können.

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Für einen ersten Test, habe ich mich für das obere Testchart entschieden, gedruckt auf Epson Premium Glossy.

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Nach dem Druck sollte die Farbe eine halbe Stunde trocknen. Bei Laserdruckern ist dies nicht nötig, da die Ausdrucke bereits trocken aus dem Drucker kommen. Also heißt es erst einmal eine halbe Stunde warten. Wärend dieser Zeit habe ich mir mal die Hilfe bzw. FAQs angesehen. Hier muss ich sagen, dass diese absolut nicht auf der Höhe der Zeit sind. Einfachste HTML-Dateien und optisch nicht gerade ein Leckerbissen fürs Auge. Ich denke, hier sollte DataColor noch etwas nachbessern. Allerdings findet man alles, was man zur Druckerkalibrierung wissen sollte, und das ist ja auch das Wichtigste.

Nach dem Trocknen ging es dann los. Mit einem Klick auf den <weiter>-Button erscheint auf dem Bildschirm das gerade ausgedruckte Testchart mit den 225 Farbfeldern. Zuerst wird man aufgefordert, den Colorimeter auf weiß zu eichen – einfach in den Ständer legen und Klick auf die Spitze – fertig.

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Die auf dem Bildschirm angezeigten einzelnen Farbfelder sieht man diagonal geteilt – links oben die Vorgabefarbe und rechts unten die gemessene Farbe. Weiterhin sind die Felder in der Horizontalen mit Buchstaben und in der Vertikalen mit Zahlen gekennzeichnet. Nun wird der Meßkopf auf das erste Feld (A, 1) positioniert und auf den Kopf gedrückt. Dies funktioniert ähnlich wie bei einer Maus. Mit jedem Klick wird der Tonwert gemessen und auf dem Bildschirm springt ein rotes Dreieck zum nächsten Feld, welches gemessen werden muss.

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Die Führungsschine habe ich nicht verwendet. Nachdem alle Messungen durchgeführt worden sind, wird aus den gewonnenen Daten ein Farbprofil erstellt und es kann unter einem frei definierbaren Namen abgespeichert werden. Zur Kontrolle bietet das Programm ein Bild an, auf welchem viele Licht- und Farbsituationen zu finden sind. Dieses kann ausgedruckt werden und dann mit der Bildschirmanzeige verglichen werden. Für einen reellen Vergleich sollte zuvor natürlich auch der Monitor kalibriert sein.

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Ich hätte gern einen direkten Vergleich der beiden Darstellungen hier mit abgebildet aber das gelingt mir leider nicht. Wenn ich den Bildschirm abfotografiere und das Druckergebnis, werden die Resultate zu unterschiedlich. Dies liegt daran, dass Papier Licht reflektiert und ein Monitor Licht aussendet. Sehe ich mir aber den Ausdruck und die Monitorvorgabe an, ist es schon verblüffend, wie genau die Kalibrierung ausfällt.

Mein Fazit:

Benötigt man Farbgenauigkeiten und Farbverbindlichkeiten, kommt man an einer Kalibrierung aller am Prozess beteiligten Darstellungsgeräte nicht umhin. Am Wichtigsten sehe ich die Monitorkalibrierung für den ambitionierten oder professionellen Fotografen. Die Druckerkalibrierung ist für denjenigen wichtig, der seine Werke selbst ausdruckt und auch hier die volle (Farb-)Kontrolle haben möchte. Die mitgelieferten Farbprofile der Druckerhersteller gelten im allgemeinen nur für die vom Hersteller angebotenen Papiere. Möchte man jedoch auf anderen Papieren drucken, welche andere Weißtöne haben, andere Beschichtungen, anderes Farbaufsaugverhalten usw., ist man auch auf andere Farbprofile bzw. Druckprofile angewiesen. Einige Papierhersteller bieten diese bereits an aber ein Großteil nicht.

Ob sich die Investition in einen Druckerkalibrator lohnt, muss natürlich jeder für sich entscheiden. Ich drucke (noch) nicht so sehr viel selbst und wenn, dann auf Epsonpapieren. Dafür habe ich die entsprechenden Farbprofile von Epson bereits.

Falls noch Fragen sind, wieder wie immer einfach melden. Ich hoffe, die Serie hat einen kleinen Einblick gegeben.

Nun ist es geschafft. Nach fast 2 Monaten Arbeit sind alle 19 Motive bearbeitet, ausgedruckt und eingerahmt. Heute werden die Bilder aufgehangen und morgen ist Eröffnung. Ich hätte nicht gedacht, dass es so viel Arbeit macht bis man selbst von den Ausdrucken überzeugt ist. Wie schon in meinem Artikel über Bildbearbeitung und mentale Stimmung geschrieben, ist auch nicht jeder Tag wie der Andere.

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Die Ausdrucke erfolgten alle über einen Epson Drucker Photo Stylus R2880 A3+ color. Der Drucker arbeitet mit 8 verschiedenfarbigen Tinten (Cyan, Magenta, Gelb, Schwarz, Hellcyan, Hellmagenta, Dunkelgrau und Hellgrau) der Epson UltraChrome – K3-Tinten Serie. Gerade die Verwendung von Schwarz, Dunkelgrau und Hellgrau bringen sehr überzeugende Ergebnisse bei monochromen Ausdrucken hervor. Eine derartige Brillianz lässt sich mit nur einem Schwarzton nicht nachbilden. Entgegen verschiedener Meinungen, dass der Drucker zu kleine Tintenpatronen hat, kann ich das nicht so bestätigen. Erst nach ca. 18 Metern gedruckter Fläche (30 cm Breite) musste ich die erste Patrone wechseln. Alle Bilder der Ausstellung sind im Format 30 x 45 cm. Rechnet man noch ca. 8 cm Beschnitt hinzu, kommt man so auf 34 Bilder bis zum ersten Tintenpatronenwechsel – eine doch beachtliche Leistung finde ich. Cyan und Magenta habe ich bisher noch gar nicht wechseln müssen, nach nun schon ca. 30 Metern Ausduck. Mit dem Drucker werden verschiedene ICC-Profile mitgeliefert, welche das Farbmanagement relativ einfach händeln lassen.

Hattet Ihr schon eigene Ausstellungen? Wie seid Ihr an das Projekt heran gegangen?

Am 18. April wird meine erste Ausstellung mit eigenen Arbeiten eröffnet. Ein Freund sagte mir, das wäre keine Ausstellung sondern eine Vernisage. Egal wie man es nennt, es werden Arbeiten, also Fotos und Bilder, von mir in einem öffentlichen Gebäude hängen, vor denen (hoffentlich) einige Betrachter stehen bleiben. Bisher habe ich mehr oder weniger Auftragsarbeiten durchgeführt und biete meine Fotos über Foto- und Bildagenturen an. Das ist auf jeden Fall etwas anderes. Bei Auftragsarbeiten hat man die Vorstellungen des Kunden umzusetzen – sicherlich mit Einfluss der eigenen Kreativität, und bei Agenturen bestimmt im allgemeinen die Verkaufbarkeit die Motivwahl und Nachbearbeitung der Fotos. Im Laufe der Jahre haben sich aber parallel zu diesen Aufnahmen auch meine eigenen Interpretationen angesammelt und schlummern entweder auf der Festplatte oder hängen zu Hause an der Wand.

Über meine Vorbereitungen bis zur Ausstellung und danach werde ich hier schreiben. Bis zur Eröffnung ist ja noch etwas Zeit – allerdings werden mir 10 Tage fehlen, da schon seit längerem wieder eine Fotoreise geplant ist – und die möchte ja auch noch vorbereitet werden. Wenn Ihr Vorschläge habt, welche mir – als Ausstellungsanfänger – oder anderen Bloglesern weiterhelfen können, bitte schreiben.