Am Wochenende war es wieder einmal soweit, in Torgau, meiner Kreisstadt, fand der “Elbe Day” statt. Dieses Fest wird regelmäßig zum Wochenende um den 24. April organisiert. Nachedem in den letzten Jahren nicht so viel los war, es regnete immer, ist an diesem Wochenende herrliches sonniges und warmes Wetter. Unter sehr vielen Programmpunkten stand am Samstag 22:00 Uhr ein Feuerwerk auf dem Programm – eine gute Gelegenheit, mal wieder ein paar “Raketenfotos” zu schießen.
Was benötigt man, um gute Feuerwerksaufnahmen zu erhalten? Auf jeden Fall ein Stativ!!! Ohne geht es nicht. Dazu am besten noch einen Fernauslöser für die Kamera, um Verwacklungen beim Auslösen zu vermeiden. Hier ist es unerheblich, ob es einer mit Kabel ist oder ohne – also Infrarotfernbedienung. Ich bevorzuge in diesem Fall den kabelgebundenen. Da ich nicht genau wusste, wie hoch die Feuerwerkskörper fliegen würden, nahm ich das Standardzoom und das Weitwinkel mit. Im Vorfeld auch darauf achten, dass die Akkus der Kamera voll aufgeladen sind und genug Speicherkarten dabei sind.
Welche Kameraeinstellungen nutze ich bei einem Feuerwerk? Da es nicht das Erste ist, welches ich fotografiere, hatte ich schon einige Gelegenheiten, die verschiedensten Einstellungen durchzutesten. Als recht brauchbar erwiesen sich dabei folgende:
- ISO 400
- Blende 8
- Belichtung 3 Sekunden bis max. 6 Sekunden (i.d.R. 4-5 Sekunden)
- da Stativ, den Bildstabilisator ausschalten
- Entfernungseinstellung unendlich (aber es funktioniert auch der Autofocus)
Sobald das Feuerwerk los geht, den Fernauslöser drücken, die Belichtungszeit abwarten und sofort wieder auslösen. Das mach ich, solange das Feuerwerk andauert. Die Fotos können ja dann am Rechner begutachtet werden.
Bei der späteren Bildverarbeitung am Computer werden die Bilder dann grob vorsortiert und danach die Bildausschnitte festgelegt, die Farben angepasst und die Sättigung noch etwas nach oben gezogen. Sollte überhaupt nachgeschärft werden, ist hier äußerste Vorsicht angeraten. Die Strichspuren der Leuchtraketen sind sehr fein und schmal. Wenn hier zu viel geschäft wird, gehen sehr schnell die Farben verloren, weil die elektronischen Schärferlein ja nur die Schärfe simulieren und meißt auf Kontrastverstärkung zwischen hellen und dunklen Bereichen zielen. Hellere Bereiche an den Rändern von dunklen Bereichen werden hier noch heller gerechnet – also Richtung weiß. Wenn die Strichspur nun sehr schmal ist, wird die Farbe herausgenommen bzw. heller gerechnet und es entsteht eine weiße Spur – Farbe adé.
Hier nun einige Impressionen. Ich habe schon bessere Feuerwerke gesehen, aber zur Erklärung, wie man ein Feuerwerk fotografiert sind sie sicher hilfreich.
Habt Ihr andere Erfahrungen gemacht und mit welchen Einstellungen arbeitet Ihr? Schreibt mir.








[...] Auto gepackt. Viel benötigt man ja nicht – Kamera, Stativ und Fernauslöser. (siehe auch meinen ersten Artikel [...]