Archiv für die Kategorie „USA“
Nachdem ein Urlaub, eine Feier oder eine Hochzeit zu Ende ist, geht es daran, die Erinnerungen zu bewahren. Viele Bilder sind in dieser Zeit auf dem Chip oder auf dem Film gelandet und warten darauf, den Beteiligten, der Familie, den Freunden und Bekannten gezeigt zu werden. Ich selbst kann mich noch gut erinnern, dass wir zu Hause früher immer Dia-Abende gemacht haben. Da wurde dann auch mal schnell ein etwas älterer Dia-Kasten hevor gekramt, um gleich noch ältere Erinnerungen wach werden zu lassen. In der Digitalen Zeit hat sich dies etwas geändert, vom Chip geht es meist gleich auf den Monitor oder – wer einen hat – über einen Beamer auf die Leinwand. Ab und zu werden evtl. noch ein paar Bilder zum Entwickeln gegeben und diese landen dann in Schachteln oder Schuhkartons. Machmal entsteht vielleicht daraus auch noch ein Fotoalbum.
Wer schon Fotoalben angelegt hat, weiß dass das Arbeit macht – soll ja für die Zukunft sein, als Erinnerung. Bilder auswählen, einsortieren, aufkleben, Texte verfassen und dazu schreiben usw. Meißt werden jodoch aus der ganzen Bildfülle der Festplatte nur die Standardgrößen bestellt (also 9×13 oder 10×15), doch damit ist schon die Gestaltungsfreiheit im Fotoalbum eingeschränkt.
Vor einem Jahr habe ich mein erstes Fotobuch gestaltet, parallel zum Fotoalbum, welches meine Freundin anfertigte. Eigentlich nur mal so zum Test, weil ich mir die Druckqualität ansehen wollte, wie kommen die Farben rüber, laufen dunkle Bereiche zu oder reißen helle Bereiche auf, wie ist die Schärfe und bleibt diese erhalten mit größeren Abbildungen, sieht man das Druckraster usw. Kurze Zeit später kam es auch zu Hause an und ich war begeistert. Format 22cm x 22cm und nur 32 Seiten – aber für diesen Test mit knapp 25 Euro preiswert.
Nach unserer USA-Reise stand schon von vornherein fest – Fotobuch! Ausschließlich! Da ich mit CeWe im letzten Jahr sehr zufrieden war, habe ich mich gar nicht erst nach einem anderen Anbieter umgeschaut und die angebotene Software genutzt. Allerdings nicht die vorgefertigten Standardlayouts genommen, sonderen mehrere Tage damit verbracht, ein eigenes individuelles Layout zu finden, die Bilder zu plazieren, Texte (aus dem Urlaubstagebuch) zu übernehmen usw. Da ich mal Grafik-Design studiert habe und auch in der Druckvorstufe einer Druckerei gearbeitet habe, ging mir dies gestaltungstechnisch “leicht von der Hand”. Gut ist bei CeWe auch, dass man nicht unbedingt die angebotene Software nutzen muss, sondern ebenfalls komplette PDF-Dateien hoch laden kann. Somit ist man in der Wahl der Gestaltungssoftware frei und kann sein Fotobuch z.B. mit QuarkXPress, InDesign oder sogar in Word gestalten, wenn man anschließend daraus eine PDF-Datei generieren kann. Aber hier sollte man schon einige Vorkenntnisse besitzen.
Nach nicht mal 3 Tagen klingelte der Postmann mit einem Päckchen in der Hand – da war es. Format 28cm x 21cm querformat (ideal für Panorama-Aufnahmen) im Hardcover und mit 106 Seiten gefüllt mit Erinnerungen in Wort und Bild. Qualität super, Schnelligkeit super, Preis bei der Auflage von 1 Stück mit knapp 75 Euro sehr angemessen. Hier mal ein paar Bilder vom Buch:







Am Wochenende habe ich einige Zuschriften bekommen, dass ich noch andere Motive unserer USA-Reise als Poster hochladen soll. Für dieses Feedback möchte ich mich natürlich sehr bedanken bei Euch, damit hätte ich gar nicht gerechnet. Hier also noch einige andere Fotografien. Auch diese Bilder bekommt Ihr wieder als hochwertige FineArtPrints – entweder nur als Ausdruck auf hochwertigem Papier oder Leinwand und auf Wunsch auch mit Rahmung oder auf Aluminiumplatte aufgezogen und mit einer Plexiglasschutzschicht. Wenn Ihr auf die Bilder klickt, öffnet sich ein neues Fenster und Ihr seid bei Bild-als-Poster.de wo Ihr Eure Auswahlen (Größe, Format, Papier, Rahmung usw.) treffen könnt.
Noch einmal herzlichen Dank.
Tag 13 (Highway No 1 von San Francisco nach Ventura)
An einer der letzten Tage unseres Urlaubs steht nun die California State Route 1 auf dem Program – eine der schönsten Straßen Amerikas, entlang der Pazifikküste. Und es macht wirklich spaß auf dieser Strecke zu cruisen. Entgegen der vielen anderen Straßen, Freeways und Highways, auf denen wir unterwegs waren, gibt es hier keine ewig langen geraden Strecken. Der Pacific Coast Highway (auch so wird der Highway 1 genannt) führt immer entlang der Küstenlinie, immer mit Blick auf das Meer rechts und Gebirge links.
Überall findet man View Points und an jedem Einzelenen möchte man am liebsten anhalten, aussteigen, fotografieren oder einfach mal nur die Seele baumeln lassen.
Etwa 150 km südlich von San Francisco befindet sich der sogenannte 17-Mile Drive in der Nähe von Monterey. Dies ist eine private Straße (Maut US$ 9,50) mit insgesamt 21 View Points. Kann man entlang fahren – muss man aber nicht (“muss” im dem Sinne, dass man auch auf dem Hwy 1 daran vorbei fahren kann). Wir sind aber rechts weg und die Strecke abgefahren. Sie führt durch ein riesen großes privates Gelände mit vielen Villen und Häusern – und jede hat Ausblick auf den Ozean. Ein interessanter Punkt war die älteste einsame Zypresse, welche seit jahrzenten direkt auf einem Felsen am Meer steht und bis jetzt jedem Wetter Stand gehalten hat.
Wieder zurück auf dem Highway, ging es weiter entlang der Küstenlinie. Oft haben wir angehalten, Pause gemacht, die Wellen beobachtet und an die vergangenen wunderschönen Tage gedacht, bald geht es ja leider wieder zurück nach Hause.
Weiter auf unserem Weg besuchten wir noch die dänische Hauptstadt Amerikas (Cachuma Village). Ein wunderschönes kleines Dorf im dänischen Baustil. Die ersten Einwohner kamen aus Dänemark und bauten ihre Häuser so wie zu Hause in der Heimat. Zum Glück wurde dieser Stil beibehalten und so hat der Ort seinen Charme bis in die heutige Zeit beibehalten.
Kurz vor Santa Barbara hatten wir am nächsten Tag noch viel Zeit, da unsere heutige Strecke nicht sehr lang war. Was machen wir heute? Heute sind wir ganz Touristen! Wir suchen die Neverland Ranch. Suchen im wahrsten Sinne des Wortes. Viel ist nämlich nicht zu sehen. Ein freundliches älteres Ehepaar erklärte uns den Weg und wir fuhren los. Natürlich ersteinmal dran vorbei – so unscheinbar ist jetzt der Eingang. Später hielten wir ein Auto an und der Herr darin schickte uns in eine vollkommen andere Richtung. Was nun? Zum Glück kamen wir aber nocheinmal an dem Eingang vorbei und da stand ein Auto. Beim näheren Hinsehen war es dann klar – es war der Eingang. Aber viel ist nicht mehr zu sehen, nur ein paar Blumensträuße und viele persönliche Widmungen von Fans auf der Eingangsmauer erinnerten noch an den King of Pop.
Der Abend wurde noch einmal traurig. Es deutete sich ein schöner Sonnenuntergang an und wir hielten am Meer. Ich suchte ein paar Motive, baute das Stativ auf und schoß einige Fotos. Danach die Kamera vom Stativ genommen und im Auto wieder das “Immerdrauf” an die Kamera gestöpselt, alles verstaut und losgefahren. Etwa 15 Meilen später – STATIV!!! Das stand natürlich hinter dem Wagen und ich habe es vergessen einzupacken, da ich mit der Kamera beschäftigt war. Wir wieder zurück – doch zu spät. Über das Stativ freut sich jetzt jemand anders – vielleicht hat es auch ein Ebay-Käufer. Mist!
Tag 11 und 12 (San Francisco)
Nun haben wir alle Nationalparks gesehen, zumindest die, die wir uns vorgenommen haben. Die Entfernungen zwischen unseren Hotels werden immer kürzer – aber auch der Urlaub ist bald vorbei. Vor uns liegen noch San Francisco, der Highway No. 1 entlang der Küste von San Francisco nach Los Angeles und LA selbst. Aber heute geht es erst mal in die europäischste Stadt Amerikas – San Francisco. Auf der Autofahrt dort hin gab es außer wieder kilometerlanger – oder besser meilenlanger – gerader Strecken nicht viel zu erleben. Aber das wollten wir ja auch nicht – wir wollten in die Stadt. In der Stadt wurde der Highway immer breiter und breiter, auf einmal nun schon 8-spurig – eine Fahrtrichtung wohlgemerkt. Aha – da war auch schon der Grund dafür – Maut auf der Bay-Bridge.
Im Hotel angekommen hat uns die Realität erst einmal eingeholt. Wir waren noch voller schöner Eindrücke unserer ganzen Reise und dann das. Parkplatzsuche. Rien ne va plus – Nichts geht mehr. Aber das Hotel hat noch eigene Parklätze. Was? Sind wir im falschen Film? 28 US Dollar pro Nacht plus Steuer – nur der Parkplatz! Ich glaub mich tritt ein Pferd. Zwei Nächte wollten wir bleiben, das macht zusammen – eine Tankfüllung. Was solls, Auto abgeparkt, zur Rezeption, mich darüber beschwert – aber das schien die “Hotelfachfrau” mächtig zu interessieren. Wahrscheinlich hätte ich das erst machen sollen, nachdem wir unser Zimmer bekommen haben. Dieses sah nämlich ganz nach der Antwort auf meine Beschwerde aus. Wir waren pappe satt. Klein, abgewohnt, schmuddelig, mit Blick auf den Hinterhof. Und in der Nacht lief dann auch noch die Klimaanlage aus. Naja – dachten wir – wir sind sowieso nur zum Schlafen hier und wegen der zwei Nächte lassen wir uns jetzt nicht den Urlaub vermiesen. Ein wenig Zeit hatten wir noch an diesem Tag und mit einem Blick auf die Karte war schnell klar – wir laufen zum Fischermans Warf Richtung Pier 39.
Für den zweiten Tag in San Fransisco hatten wir uns einiges vorgenommen – am Ende des Tages haben wir festgestellt, dass wir ca. 26 km in den Füßen hatten. Eine andere Erkenntnis war, wenn über einem Geschäfft “Hardware Tools” steht, dann gibt es dort keine Festplatten (ich brauchte nämlich eine, weil meine alle voll waren) sondern Werkzeug. Festplatten gibts im “Office Depot”.
Auch in San Francisco wollten wir viel sehen, aber die Zeiger der Uhren laufen unaufhörlich. Und so sahen wir Alcatraz nur von der Küste. Der Eintritt dort ist übrigens kostenlos – allerdings kommt man dort nur mit dem Schiff hin – Ihr wisst schon was ich meine… ($)
Selbst die Golden Gate Bridge sahen wir nur von einer Seite – obwohl die Aussicht von der anderen Seite noch schöner ist, da man von dieser Seite hinter der Brücke das Finanzzentrum, und damit die Skyline von San Franciso, sieht.
Am späten Nachmittag ging es durch die Hochhäuserschluchten wieder Richtung Hotel. Völlig erledigt und mit dicken Füßen in unserem Zimmer angekommen, schrieben wir noch Tagebuch, sicherten die Fotos, studierten die Strecke des nächsten Tages und störten uns nicht mehr an unserem Hotelzimmer.
Übrigens, wer Interesse hat, unter www.maikblume.de (meinem Fotoblog) habe ich noch ein paar Bilder mehr hochgeladen.
Tag 9 (Fresno)
Heute hatten wir eine lange Autofahrt vor uns – von Las Vegas bis nach Fresno (ca. 670 km) über Barstow und Bakersfield. Deswegen war wenig Zeit für Besichtigungen unterwegs. Kurz vor Barstow gab es jedoch eine Geisterstadt (Ghost Town) und die wollten wir uns doch ansehen. Aber wie bei vielen “Attraktionen” stand auch in Calico der Kommerz im Vordegrund und es war gar keine Geisterstadt mehr sondern recht gut bevölkert – mit Touristen natürlich. Ein paar Dinge aus den alten Goldgräberzeiten hat man noch so belassen wie sie einmal standen, vieles jedoch wurde “touristenfreundlich umgestaltet”.
Auch Fresno, eine der am schnellsten wachsenden Städte in Kalifornien, glich eher einer Retortenstadt und hatte in unseren Augen nichts wirklich berauschendes zu bieten. Dafür freuten wir uns wieder um so mehr auf den nächsten Tag – Natur pur.
Tag 10 (Yosemite Nationalpark)
Die heutige Autofahrt bis zum Yosemite NP war recht kurz (ca. 180 km) und so hatten wir “viel” Zeit für den Park – dachten wir zumindest. Am Nationalpark angekommen haben wir wieder unsere Eintrittskarte vorgezeigt und einen Parkplatz gesucht. Auto abgestellt, ausgestiegen und – wumm. Wieder hat es uns fast erschlagen. Diesmal allerdings nicht von der Landschaft sondern den riesigen Mamutbäumen. So etwas hatte ich vorher in freier Natur noch nicht gesehen – lediglich in einer Reportage im Fernsehen. Hier mal ein Foto, damit Ihr Euch eine Vorstellung davon machen könnt – der kleine Mann im Hintergrund bin ich
(Bitte auf das Bild klicken, sonst sieht man mich nicht.)
Selbst mein Weitwinkel (16 mm an Vollformat) reichte nicht aus, um die Bäume aufs Bild zu bekommen – die Verzerrungen sind zu groß. Wichtig bei Aufnahmen in denen es um die Darstellung von Größe geht (egal ob ganz klein oder ganz groß), das Auge braucht einen Vergleich zu etwas Bekanntem. Nun kennt zwar jeder Bäume – aber ganau das ist hier der Trugschluß, denn diese sind gewaltig – mit einheimischen also überhaupt nicht zu vergleichen.
Die Mamutbäume waren aber erst der Anfang, wir wollten ja noch mehr sehen. Also wieder ins Auto und an das andere Ende des Parks gefahren – hier gab es wieder Landschaft und weite Blicke in diese hinein.
Wie in allen Nationalparks gibt es dort sehr viele ViewPoints, also Stellen an denen man mal das Auto am Straßenrand kurz parken und die Landschaft genießen kann. So auch hier, und wir stellten das Auto, wie so oft, mal wieder ab und ließen an einer Stelle die Landschaft auf uns wirken. Ich holte mal wieder mein Stativ raus, Kamera drauf gesetzt, Blick durch den Sucher, Motiv gesucht, Belichtungseinstellungen gemessen und eingestellt – klick. Danach habe ich das Bild zur Kontrolle auf dem Monitor (oder Display) angesehen und dachte – hmm, das Bild hast Du doch schon mal irgendwo gesehen.
Vielleicht geht es Euch ja genauso. Abends im Hotel beim Sichern der Fotos auf dem Laptop fiel mir das Bild wieder auf und ich recherchierte etwas im Internet – eine Vorahnung hatte ich schon. Ha – gefunden. Ansel Adams war auch schon mal hier, aber schon im Winter 1940.
Tag 7 und 8 (Hoover Staudamm und Las Vegas)
Bergfest! Die Hälfte der Zeit ist nun leider schon vorbei. Ihr könnt Euch vorstellen (an Hand der letzten Berichte), wieviel wir in den letzten paar Tagen gesehen haben, welche Eindrücke wir verarbeiten müssen, wieviel Meilen wir geschrubbt haben. Also sind wir froh, dass wir mal nicht in ein anderes Hotel ziehen müssen und einfach etwas ausspannen können. Und das hier in Las Vegas. Aber eine Sache wollten wir uns trotzdem ansehen – den Hoover Staudamm. Im Fernsehen hatte ich letztens eine Reportage gesehen, dass der Wasserstand mangels Niederschlag in den Bergen dramatisch gesucken ist und die stromerzeugenden Turbinen nicht mehr mit dem Wasserdruck versorgt werden, um auf volle Leistung fahren zu können. So waren wir gespannt, wie das aussieht – “dramatisch gesunken”.
Und wirklich – ca. 30 Meter! unter normal. Man sieht sogar den jahrelang gehaltenen Wasserpegel – unter dem das Felsgestein eine sehr helle Färbung aufweist.
Auch die Turbinen wollten wir uns mal ansehen und zum Glück gab es auch Führungen dort hin – 10 Dollar pro Person. Wir dachten natürlich – okay, dafür wird uns schon was geboten. Aber wie so oft bei privaten Unternehmen dort, ist viel mehr Schein als Sein – also gab es nur einen Dokufilm über 10 Minuten, eine Fahrstuhlfahrt in das Innere der Tubinenanlage und 5 Minuten Turbinen ankucken. Das war’s. Egal, wir haben es mal gesehen.
Der Damm selbst ist sehr befahren und große LKWs dürfen schon gar nicht mehr drüber. Die Sicherheitsvorkehrungen sind sehr groß und so hat man entschieden, einen neuen Highway zu bauen und damit verbunden eine neu Brücke über den Damm. Diese befindet sich noch im Bau.
Am Nachmittag ging es dann auf den Strip – muss man ja mal gesehen haben, wenn man schon mal da ist. Da nur noch der Nachmittag und der Abend zur Verfügung standen, standen natürlich die bekannten Gebäude auf dem Programm – hier z.B. das NewYork-NewYork.
Zwischen dem Luxor (also der schwarzen Pyramide) und dem Mandalay Bay haben wir auch eine Gallerie von Peter Lik gefunden – super Klasse FineArtPrints. Seht Euch mal seine Arbeiten an (auf den Namen klicken) – aber besser sieht das natürlich noch ausgedruckt aus, auf großformatigen Prints in Rahmung.
Naja – und am Abend gab es dann noch die üblichen Verdächtigen, wie auf den Bildern zu sehen.
Gegen Mitternacht waren wir wieder im Hotel, morgen lange Autofahrt… – na dann Gute Nacht.
Tag 6 (Zion Nationalpark)
Auch heute hieß das Motto wieder: “zeitig raus aus den Federn”. Unsere Tour ging vom Bryce Canyon nach Las Vegas und auf dem Weg war noch ein Besuch im Zion Nationalpark geplant. Als wir das Hotel verließen, wehte uns ein frischer Wind um die Nase. Dies war sicher der Höhe und der klaren Nacht geschuldet. Im Auto zeigte die Temperaturanzeige 26° – aber das waren ja Farenheit. Umgerechnet in Celsius (26 – 32) / 1,8 = -2,7°C. So sah es dann auch auf der Straße aus – die Gräser und Büsche waren mit Reif überzogen und ein sich am Straßenrand windender Bachlauf zog kleine Nebelschwaden hinter sich her.
Je tiefer wir kamen, desto mehr stiegen die Temperaturen wieder auf ein spätsommerliches Maß an und am Eingang des Zion Nationalparks hatten wir wieder um die 25° (Celsius). Der Zion NP hat nur einen Parkplatz und der lag genau am anderen Ende – also von uns aus gesehen am Ausgang. Bis dahin ging es auf einer dem Gebirge farblich angepaßten Straße noch etwa 30 Meilen quer durch das Tal.
An jedem Eingang eines Nationalparks erhalten die Besucher auf Wunsch eine Art Tageszeitung zum jeweiligen Park. Manchmal ist diese auch in Deutsch – wie z.B. beim Grand Canyon. In der Zeitung sind aktuelle Nachrichten zum Park enthalten, verschiedene Wanderrouten und weitere Höhepunkte und Informationen. Angekommen am Parkplatz schauten wir wieder mal auf die Uhr und verglichen die Wanderrouten mit der uns zur Verfügung stehenden Zeit. Schnell waren zwei Routen ausgemacht – eine mit 1,2 Meilen und eine Andere mit 3,8 Meilen. Also schnell die Wanderschuhe an, mit dem kostenlosen Shuttle-Bus wieder ans andere Ende des Parks gefahren und losgewandert.
Auch hier waren wir wieder von der beeindruckenden Schönheit der Landschaft überwältigt. Links und rechts die steinigen Felsformationen, welche von grau über braun bis ins rötliche schimmerten und mitten drin ein grünes Tal mit einigen gelben Farbtupfern. Einfach nur herrlich.
Oft sieht man auf den Wanderwegen auch Schilder, welche auf die frei lebenden Tiere hinweisen, wie z.B. Spinnen, Schlangen und auch Bären. Deswegen sollte man seine Verpflegung auch immer wieder im Rucksack verstauen – die Bären stehen da drauf. Ein “kleines” Tierchen kreuzte auf dem Rückweg dann auch unseren Weg – eine ausgewachsene Tarantel-Spinne – hier zum Vergleich mal mein Fuß dazu.
Spät Abends sind wir dann in Las Vegas angekommen, aber dazu im nächsten Blogbeitrag mehr.
Ach übrigens, ich würde mich freuen, wenn ihr auch mal Kommentare hinterlasst. An Hand der Statistiken kann ich zwar sehen, dass die Zugriffe sehr hoch sind, aber vielleicht langweile ich Euch ja auch mit den Reisegeschichten.
Tag 5 (Horse Shoe Bend, Antelope Canyon, Bryce Canyon)
Wie schon hinter “Tag 5″ in der Klammer zu erkennen, stand heute eine ganze Menge auf dem Programm. Gestern am Grand Canyon haben wir sehr viel Zeit verbracht, uns von der Landschaft beeindrucken zu lassen und alles was wir sahen, aufzusaugen. Eigentlich war an dem Tag auch noch der Horse Shoe Bend geplant, aber uns wurde schnell klar – das schaffen wir nicht mehr. Obwohl auf der Strecke nach Page gelegen, war es schon dunkel als wir dort ankamen – also alles am heutigen Tag. Wir sind wieder früh aus den Federn und auf zum Colorado River, der an dieser Stelle den bekannten Bogen schlug. Blauer Himmel, die Sonne schien. Ich glaube eine halbe Meile mussten wir noch zu Fuß und dann dieser Anblick. Einfach gigantisch.
Auch hier zeigte sich wieder, ich konnte mir das Wetter auf Grund von Zeitmangel nicht aussuchen. Zu klar war der Himmel, die Sonne schien sehr kräftig und hell. Der Dynamikumfang war einfach zu groß. Ich habe versucht mit Belichtungsreihen und später dann über HDR-Techniken bessere Ergebnisse hinzubekommen – Fehlanzeige. Hier darf die Sonne nicht oder nur sehr wenig durch eine Wolkendecke scheinen. Beeindruckend zu sehen – fotografisch an diesem Tag sehr problematisch.
Wir bleiben noch in Page und fahren zum Antelope Canyon. Bekannt von vielen Fotos waren wir gespannt wie dieses Stück Landschaft aussieht. Dort angekommen wurde die Spannung immer größer. Es gab nämlich nichts zu sehen außer flache Ebene und ein paar Hügel. Wo soll hier was sein? Also ein paar anderen Touristen hinterher. Hmm, Felsspalte nach unten, Leiter. Also gut – runter. Wahnsinn.
Das Rot, die Strukturen im Sandstein, das Licht – es ist der Hammer. Die “Felsspalte” ist bis zu 10 m hoch und oben offen. Dadurch scheint die Sonne in die Spalte, bringt das Gestein zum “leuchten” welches wiederum den roten Schein bis nach unten reflektiert. Um die Mittagszeit gelangt der Sonnenschein bis nach unten und die Lichtspiele werden immer interessanter. Leider nicht für uns – wir müssen weiter, obwohl Page noch einiges mehr zu bieten hat (Lake Powel, Staudamm, Rainbowbridge uvm.). Page finde ich persönlich auch einen idealen Ausgangsort, um von dort Touren zu planen und abends wieder dort hin zurück zu kehren.
Vor uns liegen aber noch etwa 180 Meilen (knapp 300 km) bis zum Bryce Canyon und ansehen wollten wir uns diesen ja auch noch. Kurz vor dem Bryce Canyon überraschte uns noch der Red Canyon mit seinen Red Rocks. Darauf waren wir gar nicht gefasst. Am Ende einer Straßenkurve und einer kleinen Tunneldurchfahrt standen wir auf einmal vor diesem Anblick.
Also wieder raus aus dem Auto und in den felsigen Bergen rumgekraxelt. Dieses rote Gestein war schon faszinierend.
Aber die Uhr läuft unaufhörlich weiter. Tick tack, tick tack, tick tack. Bryce Canyon wir kommen. Es wurde spät und wir haben gar nicht erst das Hotel aufgesucht. Auf den Parkplatz und schnell den Wanderweg hinauf zum Rand des Canyon. Und wieder Gänsehautfeeling. Die beeindruckende Schönheit in der Abendsonne – einfach nur gigantisch.
Kaputt und erledigt fuhren wir ins Hotel, Tagebuch schreiben, Bilder sichern, schlafen…
Heute nun der 2. Teil des Reiseberichtes Westen der USA.
Tag 3 (Fahrt nach Flagstaff)
Von Laughlin ging es dann am 3. Tag weiter auf der Route 66 in Richtung Flagstaff. Wieder haben wir einige schöne verlassene – aber auch bewohnte – Ortschaften gesehen, wie z.B. Seligman. Fotos davon waren schon im Artikel von gestern mit reingerutscht. Vor Flagstaff ging es erst einmal in Richtung Süden nach Sedona. Eine wunderschöne Stadt umgeben von vielen Felsen und Felsformationen. Einige Felsen tragen Namen nach ihrem Aussehen, so u.a. Hasenohren, Pyramide, Kaffekanne usw. Das Gestein war sehr rot und in der Abendsonne sah dies noch extremer aus.
Mit der Dunkelheit waren wir dann in Flagstaff und bereiteten uns seelisch und moralisch auf den nächsten Tag vor – Reseziel Page am Lake Powel vorbei am Grand Canyon.
Tag 4 (Grand Canyon)
Also am nächsten Tag wieder früh raus, der Grand Canyon ist riesig und wir hatten uns einiges vorgenommen. Die Autofahrt war wieder üblich – ewig lange Straßen, verlassene Häuser, weite Ebenen und in der Ferne Gebirge.
Am Eingang des Grand Canyon hieß es erst einmal Eintritt bezahlen. Pro Auto 25 Dollar oder 80 Dollar für alle US-Nationalparks und das ein ganzes Jahr lang. Vier Nationalparks wollten wir besuchen – macht 100 Dollar einzeln, also die 80 Dollar bezahlt. Leider können wir kein ganzes Jahr bleiben
. Bis zum eigentlichen Canyon war es dann noch ein Stück zu fahren. Auf einem Parkplatz raus, zum Rand des Canyon gelaufen und – baff. Da waren wir erst einmal platt. Man kann das nicht in Worte fassen wie überwältigt wir waren. Die Größe, die Ausmaße, die Weite, die Farben, die Tiefe, das Gigantische – einfach unbeschreiblich. Man kannte den Canyon zwar schon aus dem Fernsehen und Fotos, aber die Gewaltigkeit kann man darin gar nicht so richtig zum Ausdruck bringen. Das musste ich auch auf meinen eigenen Fotos sehen. Jeder Blick auf den Kameramonitor ließ mich fast verzweifeln, wie bekomme ich nur das Gigantische umgesetzt. Es geht nicht. Sonst hätten es andere Filmer und Fotografen schon geschafft und wir wären nicht so überwältigt gewesen von der realen Schönheit dieser Landschafft.
Fast wäre der Tag noch für mich ein Desaster geworden. Ein Tourist fragte mich, ob ich nicht mal ein Foto mit seiner Familie machen könne. Das war natürlich kein Problem und ich suchte einen guten Standpunkt. Beim Bücken fiel mir dann leider mein 24-105mm aus der Jacke, knallte auf einen Felsen und puzelte einige weitere Felsbrocken entlang weiter nach unten. Zum Glück kam es dann zum liegen. Bloß gut – nichts weiter passiert. Nicht mal eine Schramme. Da saß der Schreck tief. Aber es war auch meine eigene Schuld. Den Fotorucksack hatte ich ja mit, beim Objektivwechsel war ich nur zu faul, jedes Mal Rucksack auf, Objektiv raus, anderes Objektiv rein, Rucksack zu. So steckte ich das Objektiv nur in die Jackentasche, das ging schneller. Habe ich danach aber nicht mehr gemacht.
Am Grand Canyon ist mir das erste Mal bewusst geworden, wie wenig Zeit wir eigentlich haben. Jeden Tag sitzt man ca. 4-6 Stunden im Auto, um die einzelnen Ziele zu erreichen und dazwischen bleiben einem nur ungefähr die selbe Zeit, um sich die Sehenswürdigkeiten anzusehen. Da hat man keine Zeit, sich verschiedene Lichtstimmungen auszusuchen (Morgensonne, Abendsonne) oder Wetterbedingungen festzuhalten (Sonne, Nebel, Wolken, Regen). Ich musste mit dem Vorlieb nehmen, was gerade war.
So, Morgen dann die nächsten Zeilen und Bilder.
Nun wieder in der Heimat angekommen, möchte ich eine kleine Serie zum (Foto)-Urlaub in den USA schreiben. Rückblickend auf die ganze Reise war sie der Hammer. So viele Eindrücke in den zurückliegenden 14 Tagen müssen nun erst einmal verarbeitet werden. Hier mal kurz ein paar Daten:
- Reiseziel: Westen der USA
- was wollten wir sehen: Grand Canyon, Horseshoe Bend, Antelope Canyon, Bryce Canyon, Zion Nationalpark, Hover Staudamm, Yosemite Nationalpark, Highway No. 1
- folgende größere Städte lagen auf der Reiseroute: Los Angeles, Las Vegas, San Francisco
- gefahrene Kilometer: ca. 4200
- gelaufene Kilometer: ca. 80
- gemachte Fotos: ca. 5000
Da ich den GPS-Logger mit hatte, ist es ein Leichtes, die gefahrene (und gelaufene) Route über Google-Earth noch einmal Revue passieren zu lassen. Und so sah unsere Tour aus: (wie immer auf das Bild klicken, um es zu vergrößern)
Aber nun der Reihe nach und ein paar Eindrücke der ersten beiden Tage:
Tag 1 (Hinflug):
Wir sind von Berlin-Tegel abgeflogen. Da ich meine Fotoausrüstung auch wieder mit nach Hause bringen wollte ohne sie zu versteuern, erst einmal zum Zoll und ein Schreiben geben lassen, in dem alle Teile aufgelistet sind mit Bezeichnung und Seriennummer. Die Zöllner meinten besser man hat gleich die Kopien der Rechnungen mit dabei, hatte ich aber nicht. Wenn es nur eine Kamera ist und vielleicht 2-3 Objektive, mag das nicht so dramatisch sein, aber ich hatte doch schon etwas mehr mit und wollte sicher sein, dass ich alles wieder mit nach Deutschland “einführen” darf. Erlaubt waren im Handgepäck 12 kg, mein Fotorucksack hatte etwas über 14 kg – aber daran hat sich niemand gestört. Beim Checkin (auf jedem Flughafen) musste ich natürlich alles auspacken, dann wurde es durchleuchtet und ich konnte alles wieder einpacken. Das war etwas nervig aber zu ertragen.
Danach ging es nach Paris, umsteigen und weiter nach LA. In LA angekommen zur Autovermietstation, Auto in Empfang genommen und ab ins erste Hotel. Geschafft – fast 13 Stunden Flug in den Knochen. Dort die erste Reiseroute nach Laughlin angesehen, kleiner Spaziergang und in die Kiste.
Tag 2 (Fahrt nach Laughlin)
Trotz Urlaub sind wir fast jeden Tag früh morgens gegen 7:00 Uhr aufgestanden – wir wollten ja etwas erleben, viel sehen und hatten bei unserem Programm eine Menge Kilometer zu schruppen. Also raus aus LA und da waren sie schon, die bekannten endlos laaangen geraden Highways. Am Anfang ist das noch faszinierend und man kommt voran (bei erlaubten 75 Meilen/Stunde = 120 km/h) aber mit der Zeit wird es ziehmlich ermüdend. Nach einer ganzen Zeit auf dem Highway durch die Mohave Wüste war ein Abzweig zur historischen Route-66 ausgeschildert. Also auf die Route-66. Hier kann man zwar nicht so schnell fahren, aber es gibt viel zu sehen. Viele verlassene kleine Ortschaften, verlassene Tankstellen, Souveniershops mit Route-66 Krimskrams.
Jetzt weiß ich endlich auch, warum ein Großteil der Amerikaner an UFOs glaubt. Ich glaube, wir haben auch eins gesehen
Am Abend waren wir dann in Laughlin am Colorado River angekommen. Dann begann unsere tägliche Fleißarbeit, die sich immer ca. 1 Stunde hinzog: Datensicherung (alle Fotos der Speicherkarten auf den Laptop überspielen und zur Sicherheit noch einmal auf den ImageTank – also eine mobile Festplatte mit Monitor) und Tagebuch schreiben.
So das war es erst einmal für heute, morgen dann eine Fortsetzung und weitere Fotos.













